23. Juni 2008
Firefox 3
Erstaunlich, diese letzte Woche für und mit Firefox, und das gleich aus zwei Gründen.
Allein die rasante Verbreitung der dritten, in vielerlei Hinsicht deutlich stärkeren Version des OpenSource-Browsers binnen weniger Tage wäre Grund genug für ein Augenwischen.
Die Veröffentlichung mit dem – erfolgreichen – Versuch zu verknüpfen, einen Weltrekord aufzustellen, half sicherlich. Vielerorts wurde geworben, getrommelt & kommentiert, zugegeben, doch der Browser selbst vermeldete keine neue verfügbare Version. In diesem Lichte leuchten die Zahlen deutlicher: Mehr als acht Millionen Downloads verkündete Spread Firefox in den ersten 24 Stunden, inzwischen steht der Zähler auf über 17,5 Millionen.
Die momentane mite.nutzerschaft scheint ebenfalls der fixen Fangemeinde anzugehören. Waren vor der offiziellen Veröffentlichung am 17. Juni noch etwa 5% aller Nutzer mit Vorab-Versionen des Firefox 3 unterwegs (Firefox 2: 55%), schnellte die Anzahl bis heute auf satte 21% (Firefox 2: 44%).
Aber auch fernab von schnöden Zahlen ist der Mannschaft rund um den Browser zu gratulieren: Firefox 3 löste bei mir in den vergangenen Tagen fast nichts als Begeisterung aus. Er rennt, und das stabil! Gerade bei der Nutzung ressourcenintensiver Webapplikationen ist der Fuchs nicht wiederzuerkennen: gefühlt rendert er Seiten wie GMail oder mite zwei- bis dreimal so schnell. Ein Genuss – ein lange überfälliger. Denn je mehr der alltäglich im Einsatz befindlichen Tools ins Web wandern, desto essentieller wird dieser Punkt.
Firefox 3: ein Quasi-Update meines Betriebssystems. Ein Update, das ich nur empfehlen kann – nicht zuletzt aufgrund praktischer neuer Features wie der intelligenten Adresszeile (bescheiden auf »Awesome Bar« getauft), der per Schlagwort verwaltbaren Lesezeichen und der diversen Vorstöße in Sachen Sicherheit.
Ein guter Überblick zentraler neuer Funktionen findet sich in Form eines englischsprachigen Videos an dieser Stelle, der Download der deutschen Version direkt auf der Startseite von Firefox.
Zu hoffen bleibt, dass der neue Firefox auch bei jenen ankommt, die nach wie vor auf antiquiertem Gefährt durchs Netz streifen: Im Schnitt knappe 6% der mite.user benutzen den Internet Explorer 6; mit dem Erschließen neuer Benutzergruppen jenseits der Kreativbranche sogar mit steigender Tendenz. Der Maschinenraum sieht´s mit Grauen.
Kommentare
Ihr habts gut. nur knappe 6% IE.
Wir müssen mit knapp 80% IE 6.0.280 (also <= WinXP SP1) leben und dafür entwickeln. Kein Spass.
@Micha: Die Fehler müssen wir dennoch umschiffen. Ob mit 6 oder 80%. Die Qual bleibt die gleiche.
Ihr kennt es vielleicht schon, aber was uns extrem weitergeholfen hat war yaml, ein (X)HTML/CSS Framework, dass uns enorm viel Arbeit abgenommen hat hinsichtlich Browserkompatibilität.
Mein FF3 ist während der letzten 2 Tage gefühlte 50x abgestürzt. Grmpf!
“ist der Fuchs nicht wiederzuerkennen”…richtig, ist ja auch ein Roter Panda. Ich kann verstehen, wenn man in einem Artikel nicht x-mal dasselbe Wort verwenden will, sachlich richtig sollte der Ersatz/die Umschreibung aber sein.
Fx/Tb haben im Programm bislang stets gestaffelt Updates gemeldet, um den Traffic zeitlich etwas zu verteilen.
Die gestaffelten Updates wollte ich nicht kritisieren, sondern die erstaunliche Aktivität der Nutzer betonen. Sie mussten nicht nur über die Veröffentlichung der neuen Version Bescheid wissen, sondern auch initiativ die Seite ansteuern und die Aktualisierung einleiten.
@Stefan: Ja, das YAML-Framework kenne ich. Ich setzte es allerdings eher als Nachschlagwerk für Problemlösungen ein, und nicht wirklich als Baukasten/Fundament. Aber vielen Dank für die Idee.
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